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Portrait Ala Heiler
Michael Riediger
Am
Anfang war der Jazz. Dann kam der Rock'n'Roll. Und danach das Schnuppern
am Schlagergeschäft, die Herausforderung, sich auf Grand-Prix-Ebene
durchzusetzen. Bis Ala Heiler wieder zum Jazz zurückkehrte.
Jetzt bringt der Sänger, Sportler und Unternehmer, der in allen drei
Bereichen Karriere machte, in Kürze wieder eine neue CD heraus.
Jazz-Standards wie "A Night In Tunesia" oder "I Concentrate
On You", zu finden auf seiner letzten CD "Fore!", kennt
Ala Heiler in- und auswändig, weil er sie von frühester Jugend
an im Elternhaus hörte. Er lernte schon früh Klavier und wusste
bereits mit acht, dass er einmal Musiker werden würde. Dann kamen
die Beatles, und "ich war nicht mehr zu bremsen" (Heiler). Doch
auch als der 14-jährige Gymnasiast endlich seine erste eigene Schulband
hatte, fuhr er zweigleisig: Nebenher sang er noch in einer Dixieland-Band,
"weil ich so gut Louis Armstrong imitieren konnte".
Kein Wunder, dass sich Heiler entschloss, neben Holzblas-Instrumenten
auch Gesang zu studieren. Er brachte es bis zum Dozenten für Gesang
und Saxofon auf Joe Haiders Munic Jazz School, zudem zu diversen hochkarätigen
Jobs als Studiomusiker und Saxofonist u.a. bei Max Greger oder Hugo Strasser,
Erwin Lehn in Funk und Fernsehen. Bis er es irgendwann aufgab, "in
die Saxofon-Polls zu kommen", und andere Dinge entdeckte, vor allem
Komponieren, Arrangieren, Produzieren. Er hatte das Handwerk von der Pike
auf gelernt, jetzt ging es daran, etwas in die Wege zu leiten. 1981 gründete
Heiler in München seine eigenen Saxofon- und Vokal-Institute. Nebenher
komponierte, arrangierte und synchronisierte er (für TV-Serien (Kir
Royal, SOKO u.a.), Kinofilme und so unterschiedliche Künstler wie
die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, Roy Black, Ireen
Sheer oder Tommy Steiner).
Und dann kam plötzlich frischer WIND auf: Heiler gründete und
leitete 1984 die gleichnamige Popgruppe, in Auftrag und Zusammenarbeit
mit dem Produzententeam Ralph Siegel/Werner Schüler. Auch nach der
Wind-Phase, blieb er der Branche bis 1993, als Coach von deutschen Grand-Prix-Acts
und Repräsentant des Vorstandes der Matthias HOHNER AG verbunden.
WIND ist und bleibt die bislang erfolgreichste Grand-Prix-Gruppe ever:
zweimal Zweiter, 1985 und 1987 (Weltrekord im Guinness-Book der Rekorde).
Doch Ala Heiler suchte bald eine neue Herausforderung und hängte
seinen WIND-Job an den Nagel, um in Stuttgart eine der europaweit erfolgreichsten
Übersetzungs- und Sprachdienstleistungsagenturen PROVERB zu gründen:
Er hatte Deborah Yates, eine Freundin wieder zufällig auf der Straße
getroffen, eine diplomierte Übersetzerin. Und ihr vorgeschlagen,
sich mit ihm als Partner selbstständig zu machen. Das Ergebnis: die
Firma PROVERB, die heute zu den Top Ten ihrer Branche zählt.
Zum Glück fand Heiler auch als Unternehmer noch genug Zeit, um zu
singen. Und zwar "die Musik, die mir Spaß macht, auch wenn
sie finanziell nur wenig bringt": Jazz. Er nahm CD's wie "A
Tribute to Sinatra" auf und gab Konzerte mit Peter Herbolzheimer,
Joe Gallardo, Horst Jankowski, der Erwin Lehn und anderen Big Bands, auch
der Al Raymond Big Band, die bei Vereidigungen von US-Präsidenten
spielte und mit Heiler als Frontman durch Nordamerika tourte. So ganz
nebenbei spielt der singende Unternehmer auch noch Golf, u.a. als Captain
und Delegationschef der Deutschen Golf-Uni-Nationalmannschaft, mit einstelligem
Handicap.
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